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Soziale Verantwortung

19.07.2018
Modetrends wechseln schnell und Modeketten bringen ständig neue Kollektionen auf den Markt. Entsprechend häufig wird neue Kleidung gekauft, derzeit sind dies rund 26 kg pro Bundesbürger und Jahr. 5,2 Milliarden Kleidungsstücke liegen in den Kleiderschränken der modebewussten Deutschen.

Wenn häufig neue Ware gekauft wird, dann wird auch alte Kleidung immer öfter aussortiert und landet in der Altkleidersammlung.

„In Deutschland beträgt das Altkleideraufkommen etwa 1,01 Millionen Tonnen pro Jahr. Altbekleidung, Schuhe, aber auch gebrauchte Haustextilien wie zum Beispiel Handtücher oder Bettwäsche werden über Straßen oder Containersammlungen erfasst. Die Textilrecyclingunternehmen sorgen für eine sinnvolle und ressourcenschonende Verwendung“, erläutert Beate Heinz vom bvse-Fachverband Textilrecycling die Herausforderung der Branche.

Die Verwertungsquote hat inzwischen einen Spitzenwert erreicht. Dabei werden rund 54 % der gesammelten Altbekleidung einer Wiederverwendung zugeführt. Das heißt, sie werden weiter als Kleidung genutzt. Geringe Mengen finden hier in Deutschland den Weg in Second-Hand-Geschäfte. Der überwiegende Anteil geht in den Export. Altkleidung die nicht mehr tragfähig ist wird recycelt. Das gilt auch für Alttextilien soweit diese nicht als Putzlappen in Industrie, Handwerk und Gewerbe weiterverwendet werden. Nur 2 % der Sammelmenge sind Fremdstoffe und müssen als Müll verbrannt werden.

Die technischen Textilien (z. B. Filter, Autobezugsstoffe) und die Produktionsrückstände der Bekleidungs- und Textilindustrie werden entweder als recycelbare Anteile der Reißspinnstoffindustrie zugeführt oder als thermisch zu verwertende Anteile in der Herstellung von Ersatzbrennstoffen genutzt.

„Diese insgesamt positive Entwicklung ist hauptsächlich auf die gestiegene Nachfrage beziehungsweise den gestiegenen Bedarf an Alttextilien zurückzuführen. Ist der weltweite Bedarf nach tragbarer Kleidung groß, werden mehr Alttextilien einer Wiederverwendung zugeführt“, erläutert bvse-Expertin Beate Heinz.

Die Textilrecyclingunternehmen kämpfen jedoch durchaus mit Problemen. So gehen jährlich massenhaft gute Gebrauchttextilien den seriösen Sammlern dadurch verloren, dass tausende von illegalen Containergestellungen die Straßen säumen.

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Quelle: www.sozialeverantwortung.info