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In den Altkleidercontainern landet immer mehr Müll

09.11.2020
In der Corona-Pandemie sind die Altkleidercontainer so voll wie nie. Und nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes landet darin auch jede Menge Müll. Für die Organisation wird es deshalb teuer.

Eigentlich eine gute Einrichtung: Altkleidercontainer, die von Hilfsorganisationen aufgestellt werden, damit gut erhaltene Kleidungsstücke neue Besitzer finden. Doch offenbar landet inzwischen immer mehr Müll in den Containern – auch in Freiburg und der Region, wie das Freiburger Deutsche Rote Kreuz (DRK) mitteilte.

Aufgestellt, um wertvolle Textilrohstoffe zu sammeln und zu verwerten, würden die Container zunehmend für die Entsorgung von Haushaltsabfall, Elektrogeräten und Sperrmüll missbraucht, schreibt der DRK-Kreisverband Freiburg. Gut erhaltene Kleidungsstücke würden dabei verschmutzt und für die weitere Verwertung unbrauchbar. Eine Studie des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Recycling belege diese Entwicklung.

Teure Müllentsorgung sorgt für wirtschaftlichen Schaden


Udo Freudling, Mitarbeiter der Firma Terec-Textilrecycling, weist in der Mitteilung darauf hin, dass diese illegale Müllentsorgung von der Behörde mit einem Bußgeld belegt werden könne. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger reagierten angesichts der Müllberge ungehalten und drängten auf Abhilfe, heißt es weiter.

Für eine karitative Organisation wie das Deutsche Rote Kreuz bedeuteten der Verlust wertvoller Alttextilien sowie die hohen Kosten für die Müllentsorgung einen enormen wirtschaftlichen Schaden, der dazu führen könnte, dass Container langfristig abgebaut würden. Um dies zu vermeiden, sollen Kleidercontainer ausschließlich für Textilien genutzt werden. Auch sollen keine Kleidersäcke davor abgelegt werden, betont das DRK.

(Quelle: Badische Zeitung)

Foto: Volker Bandixen